Die globale Social Media-Kampagne von WorldSkills International beschäftigt sich im März mit gut ausgebildeten Frauen weltweit, mit Gleichberechtigung und Geschlechtergerechtigkeit.
Der "Internationale Tag der Frauen", der seit 1911 existiert bzw. seit 1977 offiziell von den Vereinten Nationen gefeiert wird, soll den Fokus auf die Frauenrechte und die Gleichstellung der Geschlechter lenken. WorldSkills möchte die Aktivitäten über den 8. März hinaus ausweiten und wird deshalb unter dem #ChooseToChallenge einen ganzen Monat lang gegen Ungleichheit und geschlechtsspezifische Voreingenommenheit aufmerksam machen.
Laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) haben Frauen und Männer nach wie vor unterschiedliche Berufswahlpräferenzen: "Die berufliche Geschlechtersegregation – also die ausgeprägte Trennung von erwerbstätigen Frauen und Männern in unterschiedliche Berufe und Berufsgruppen – ist ein Phänomen, das Arbeitsmärkte weltweit kennzeichnet. Auch die Struktur der beruflichen Segregation gestaltet sich über Ländergrenzen hinweg ähnlich." Dies zeigt eine Studie des IAB. Die Gründe hierfür sind laut IAB ein Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren. "Auf der Seite des Arbeitsangebots bilden die unterschiedlichen Berufswahlpräferenzen von Frauen und Männern die wichtigste Erklärung dafür, warum die Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt so stabil voneinander getrennt sind. Allerdings werden diese Präferenzen auch durch die gesellschaftlich vorherrschenden Rollenmodelle und die bestehenden Verteilungen von Frauen und Männern auf Berufe reproduziert. Nachfrageseitig können Geschlechterstereotype von Arbeitgebern bei der Personalauswahl dazu beitragen, die berufliche Geschlechtersegregation aufrechtzuerhalten."
WorldSkills Germany macht mit seiner Arbeit auf die Vielzahl an Ausbildungsberufen in Deutschland aufmerksam, unabhängig von in der Gesellschaft vorherrschenden Rollenmodellen. So wollen wir zeigen, dass Frauen durchaus Top-Leistung in "Männerberufen" erzielen und Männer hervorragende Arbeit in von Frauen dominierten Berufen leisten können. Darüber hinaus sind spannende Karrierewege in sämtlichen Berufen möglich.
Wie sieht es dabei im Team von WorldSkills Germany aus? Die Geschäftsstelle ist von Frauen dominiert. Einige davon sind mit einem Praktikum oder einer Ausbildung im Unternehmen gestartet, sind hervorragend ausgebildet und haben inzwischen verantwortungsvolle Funktionen inne.
Wir haben bei Hubert Romer, Geschäftsführer von WorldSkills Germany, nachgefragt, wie es ist, mit so vielen Frauen zusammenzuarbeiten.
Im Team von WorldSkills Germany, der Geschäftsstelle, überwiegen die Frauen, denkst du, dass hier noch männliche Unterstützung fehlt?
Ich sehe im ersten Schritt immer den Menschen, die Kollegin bzw. den Kollegen. Dieses Team hat sich so entwickelt, weil fachkompetente Menschen zusammenkamen, die sich super ergänzen. Das Geschlecht spielte hierbei keine Rolle. Männer gerne, wenn die entsprechende Kompetenz mit ins Team passt.
Kannst du dich bei all den Frauen durchsetzen?
Ich habe nie das Gefühl, unterdrückt oder in einer Unterzahl zu sein. Es ist eine einzigartige Teamarbeit.
Warum kann ein Team voller Frauen gut sein, beziehungsweise welchen Mehrwert bietet ein Frauen-Team einem Unternehmen?
Ich bin grundsätzlich nicht der Mensch, der geschlechtstypische Verhaltens- oder Charaktermerkmale aufruft. In diesem speziellen Frauen-Team erlebe ich jedoch, dass alle miteinander sehr wertschätzend umgehen. Es gibt keine Machtkämpfe oder die Notwendigkeit, starre Hierarchien anzugehen. Wir helfen uns alle gegenseitig, ohne groß darüber zu reden.
Bis Ende März werden wir auf unseren Social Media-Kanälen weitere Botschaften von WorldSkills-/EuroSkills-Champions sowie Bundestrainer/innen zu #ChooseToChallenge veröffentlichen. Folgt uns, lasst euch inspirieren und kommentiert selbst zum Thema!
Als Zeichen der Unterstützung und Solidarität der #ChooseToChallenge-Kampagne gilt die erhobene Hand, wo wie Hubert Romer, Geschäftsführer von WorldSkills Germany, hier zeigt.
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