„Im Metzgereibetrieb meiner Familie hatte ich mal mit Fettflecken auf Schürzen zu kämpfen. Ein bekannter Textilreiniger hat mich dann mit in eine Wäscherei genommen. Ich fand das sehr interessant, in einer kurzen Zeit einen riesen Berg an Wäsche sauber zu bekommen.“ Lukas Kramers Interesse und Faszination an seinem Beruf hat ihn zum zweitägigen Bundeswettbewerb der Textilreiniger/innen an der Frankfurter Schule für Mode und Bekleidung gebracht. Ende November trat er dort gegen drei weitere Wettbewerber/innen an und holte den Sieg.
Die Teilnehmer/innen mussten unter Zeitdruck eine Vielzahl von anspruchsvollen Aufgaben bewältigen: die Reinigungsmaschine erklären, einen Faltenrock + Anzughose + Sakko reinigen, zehn Flecken erkennen und vier davon entfernen, Wäsche vorsortieren und dabei erklären wie diese bearbeitet wird, ein Waschverfahren per Hand an einer Waschschleudermaschine bedienen, durch Titration verschiedene Werte bestimmen und bewerten, Hemden bügeln und falten, Kittel pressen und falten, Bett- und Tischwäsche mangeln und nach einem Faltschema falten. Als „Königsdisziplin“ sollten die Teilnehmer/innen eine Rüschenbluse trocken bügeln. Lukas' präzise und schnelle Arbeitsweise brachten ihn am Ende den Sieg.
„Ich will allen Menschen zeigen, dass der Beruf Textilreiniger nicht nur Wäsche waschen ist“, sagt Lukas. „Es kommt auch auf Energie, Wasser, Umweltschutz und textile Dienstleistung in kürzester Zeit an. Wir benötigen z.B. nur 2,8 Liter Wasser pro Kg Bettwäsche, ein Haushalt liegt meist bei 12-15 Liter pro Kg. Auch bei Flecken, fangen wir erst an, wo die meisten Menschen aufhören. Eine Arbeitskollegin sagt deshalb immer zu mir ‚Du Fleckenkiller‘.“
Wir gratulieren ganz herzlich allen Wettbewerber/innen, die an ihrem ersten Textilreinigungswettbewerb teilgenommen haben, besonders Lukas Kramer für seine Spitzenleistung.
Ein Titrationsverfahren während des Wettbewerbs, durchgeführt von Lukas Kramer. (Foto: Deutscher Textilreinigungs-Verband)
Vom 19. bis 21. Mai stand Neuhausen ganz im Zeichen der modernen Robotik und Automatisierung. Beim ersten Regio Cup, organisiert von FANUC Deutschland, traten drei hochkarätige Azubi-Teams aus der Region Stuttgart und Heilbronn-Franken gegeneinander an. Nach intensiven Schulungstagen bewiesen die Nachwuchstalente im anschließenden Wettkampf Spitzenleistungen auf Meisterschaftsniveau.
...weiterlesen„Maximal zusammen!“ zu beruflicher Höchstleistung: Während heute die Fußball-Weltmeisterschaft startet, steht auch Deutschlands zweites Nationalteam in den Startlöchern. Unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzler Friedrich Merz formiert sich die Nationalmannschaft der Berufe für die WorldSkills Shanghai 2026. Ihr Credo: Absolute Spitzenleistung ist eine Teamaufgabe.
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