Heute zum Internationalen Frauentag schließen wir uns der globalen Kampagne #EmbraceEquity an und machen so auf den Unterschied zwischen Gleichberechtigung und Gleichstellung aufmerksam.
Denn Gleichberechtigung, bedeutet, dass jede*r Einzelne oder jede Gruppe von Menschen die gleichen Voraussetzungen hat. Dies führt jedoch nicht automatisch zur Gleichstellung der Menschen. Denn im Unterschied zur Gleichberechtigung erkennt die Gleichstellung an, dass Menschen verschiedene Lebensumstände und Bedürfnisse haben, die trotz gleicher Voraussetzungen, nicht das gleiche Ergebnis liefern. Gleichstellung bietet also individuelle Möglichkeiten und Potenziale, um gleiche Resultate zu erzielen. Im Englischen spiegeln die Begriffe equality und equity diesen Unterschied wider.
Das Motto des Internationalen Frauentags 2023 möchte die Welt zum Nachdenken und Reden darüber bringen, warum “Chancengleichheit nicht mehr genug ist” – und in der Tat ausgrenzend sein kann, anstatt einzubeziehen.
In der Praxis bedeutet das: Die Voraussetzungen, die durch die Gleichberechtigung gegeben sind, müssen angepasst werden. Hier können beispielsweise flexible Arbeits(zeit)modelle, eine Berücksichtigung von persönlichen Stärken und Schwächen in der Aufgabenverteilung sowie Fördermöglichkeiten helfen. Aber auch in der Gesellschaft als solches bedarf es einer Mentalität oder Grundeinstellung, die die individuellen Unterschiede der Menschen achtet und anerkennt. Denn nur weil jeder Mensch die selben Voraussetzungen erhält, heißt das nicht, dass dieser die gleichen Dinge damit erreichen kann. Nehmen wir an, dass sich – gleichberechtigt – jede*r auf eine Führungsposition in einem Unternehmen bewerben kann. Eine Frau kann diese Chance aber u. U. nicht wahrnehmen, da sie nur in Teilzeit arbeitet und zusätzlich die Kinderbetreuung übernimmt. Hier kann das Unternehmen für Gleichstellung sorgen, indem es beispielsweise zusätzliche oder längere Kinderbetreuung oder angepasste Arbeitszeiten anbietet. Man erkennt Gleichstellung also daran, dass nur mit unterschiedlichen Voraussetzungen wirklich jede*r an etwas teilhaben kann.
Die Gleichstellung ist ein Prozess, der je nach vorherrschendem Gesellschaftssystem sicher unterschiedlich viel Zeit benötigt. Ziel ist es jedoch die systematischen und strukturellen Barrieren zu verringern und abzuschaffen.
Helft WorldSkills beim Aufbau einer gerechten Welt. Eine Welt frei von Vorurteilen, Stereotypen und Diskriminierung. Eine Welt, die vielfältig, gerecht und integrativ ist.
Wir alle können Geschlechterstereotypen in Frage stellen, Diskriminierung anprangern, auf Vorurteile aufmerksam machen und uns für Inklusion einsetzen. #EmbraceEquity!
Wir feiern deshalb heute #WomanInSkills und rufen euch auf, sich uns anzuschließen und die Geschlechterstereotypen herauszufordern!
Gleichberechtigung (Equality) ist gut, Gleichstellung (Equity) geht noch einen Schritt weiter und erkennt die individuellen Bedürfnisse der Menschen an.
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