Zusammenarbeit stärken, Wissen austauschen, Talente fördern – eine zukunftsweisende Bildungsreise der Metall-Innung Frankfurt Offenbach im Rahmen des Erasmus-Programms.
Im Rahmen des Erasmus-Programms der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main begab sich Anfang Mai 2025 eine Delegation der Metall-Innung Frankfurt Offenbach gemeinsam mit Mitgliedern des Deutschen Nationalteams der Schweißer*innen auf eine viertägige Bildungs- und Austauschreise nach Finnland. Ziel der Reise war es, die bestehenden Beziehungen zu internationalen Partnern im Schweißhandwerk zu vertiefen, berufliche Bildungssysteme zu vergleichen und neue Perspektiven für künftige Trainings- und Wettbewerbsvorbereitungen zu entwickeln.
Starke Partner: Projektleitung und Teilnehmer
Unter der Projektleitung von Jeanette Pittman, Josip Primorac, Vera Tersteegen und Uwe Czupalla (Geschäftsstellenleiter der Kreishandwerkerschaft Offenbach) nahm eine engagierte Delegation bestehend aus Vorstandsmitgliedern und dem Nationalteams der Schweißer*innen an der Reise teil. Mit dabei: Anastasia Genzel, Christoph Genzel, Patrick Spohner sowie Obermeister John Lohrmann.
Nach der Ankunft in Helsinki erkundete die Gruppe die Hauptstadt Finnlands bei einer geführten Tour, darunter Highlights wie die berühmte Felsenkirche, der Dom und das Parlamentsgebäude. Der Abend klang mit traditionellen finnischen Spezialitäten – von Rentier bis Heidelbeerkuchen – aus.
Am Montag folgte die Weiterreise nach Lahti, wo die Delegation von Tanja Eskolin, Executive Assistant bei Kemppi Welding Technology, empfangen wurde. Die Teilnehmenden erhielten einen spannenden Einblick in die Produktion moderner Schweißtechnologie und hatten die Möglichkeit, selbst praktische Schweißübungen in Stahl, Edelstahl und Aluminium durchzuführen. Ein Stadtrundgang und ein gemeinsames Abendessen rundeten den Tag ab.
Der nächste Tag stand ganz im Zeichen des Wettbewerbs: In Turku besuchte die Gruppe die finnischen Berufswettbewerbe „Taitaja Mästare“. Im Gespräch mit Maria Talvitie sowie Expert*innen aus Finnland und Dänemark wurden konkrete Schritte für gemeinsame Trainings und zukünftige Kooperationen in den Bereichen Ausbildung und Berufswettbewerbe erörtert.
Ziel der Reise war die Vertiefung internationaler Beziehungen sowie die Entwicklung neuer Perspektiven im Rahmen von WorldSkills und EuroSkills. Besonders im Fokus: Job-Shadowing, der Austausch über Ausbildungsstrukturen und die Verbesserung der Organisation nationaler Wettbewerbe. Die Gespräche mit den finnischen und dänischen Kolleg*innen verliefen äußerst positiv. Ein bedeutender Erfolg war die Anbahnung konkreter Kooperationen mit dem Sponsor Kemppi für künftige Trainingsmaßnahmen. Gleichzeitig zeigten sich auch Herausforderungen, insbesondere bei der Koordination gemeinsamer Trainings aufgrund unterschiedlicher Ausbildungskalender und Prüfungszeiträume.
Die deutschen Teilnehmenden lobten die Offenheit und Gastfreundschaft ihrer finnischen Partner. Trotz der aktuell noch vagen Terminvereinbarungen herrscht beiderseitiges Interesse an einer langfristigen Zusammenarbeit – besonders in der Vorbereitung auf internationale Wettbewerbe.
Die Vision ist klar: Alle deutschen Teilnehmenden internationaler Wettbewerbe sollen künftig mindestens ein internationales Training absolvieren können. Diese Investition in Qualität und Erfahrung wird die Wettbewerbsfähigkeit und das Niveau deutscher Schweißer*innen nachhaltig stärken.
Die Erasmus-Reise der Metall-Innung Frankfurt Offenbach nach Finnland war ein Schritt in Richtung einer zukunftsorientierten, international vernetzten Berufsausbildung und ist ein starkes Zeichen für Europa, Bildung und Handwerk.
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