Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen unter den ersten Plätzen beim Qualifikationswettbewerb im Skill "Anlagenmechaniker|in SHK" am 5. Januar im WorldSkills Germany-Bundesleistungszentrum Schweinfurt. Beim Wettkampf, der vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima bundesweit ausgeschrieben wurde, gingen sechs junge Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Sachsen und Bayern an den Start. Die Fachkräfte sind 19 bis 21 Jahren alt und erzielten gute bis sehr gute Noten in ihrer Ausbildung.
Die Teilnehmer des Wettbewerbs erhielten zum Auftakt eine Einweisung in Werkzeuge und Material und absolvierten anschließend Übungseinheiten an ihren ausgelosten Arbeitsplätzen. Am Donnerstagmorgen wurden sie in ihre finale Arbeitsaufgabe eingewiesen. Sie mussten eine moderne Installation mit verschiedenen Rohrsystemen und Verbindungstechniken nach Plan erstellen. Es galt, konzentriert und schnell das anspruchsvolle Werkstück zu erstellen. Bewertet wurde neben der Schnelligkeit vor allem auch die Genauigkeit der Ausführung.
Erst nach der Bewertung und Auszählung der Punkte stand fest, wer am Endausscheid auf der Mitteldeutschen Handwerksmesse am 11. und 12. Februar 2017 in Leipzig teilnehmen darf: Lukas Heyn aus Hartenstein/Sachsen und Martin Meyer aus Hilpoltstein/Bayern. Einer der beiden wird dann Teil des Teams Germany und vertritt Deutschland bei der nächsten WM der Berufe im Oktober 2017 in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate).
"Alle sechs Teilnehmer sind hervorragende Anlagenmechaniker im SHK-Handwerk, doch an der Weltmeisterschaft in Abu Dhabi kann nur einer teilnehmen. Durch diesen Wettbewerb haben wir zwei Anwärter mit Potenzial für die Teilnahme bei den WorldSkills 2017 gefunden.
Im Februar entscheidet sich auf der Mitteldeutschen Handwerksmesse in Leipzig, wer der Geeignetere von beiden ist und dann in weiteren Trainingseinheiten im Bundesleistungszentrum für die SHK-Berufe in Schweinfurt gezielt für die WorldSkills vorbereitet wird. Denn im Kampf um die Medaille für Deutschland erwarten den Teilnehmer in Abu Dhabi noch härtere Bedingungen: Neben dem Zeitdruck kommt die Beobachtung durch das Publikum, der Geräuschpegel, die Presse, das andere Klima, usw. noch hinzu", resümierten Josef Bock, Leiter des Bundesleistungszentrums SHK, und André Schnabel, Experte von WorldSkills Germany.
Fotos: SHK Schweinfurt
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